Kapitalbildende Lebensversicherung

Lebenversicherung

Die kapitalbildende Lebensversicherung gehört zu den beliebtesten Finanzprodukten der Deutschen. Es existieren fast 100 Millionen Verträge, mit denen die Bundesbürger in erster Linie für später vorsorgen wollen. Die Idee: In der Regel werden über mehrere Jahrzehnte Monat für Monat Beiträge an die Versicherungsgesellschaft überwiesen. Der Versicherer sucht für dieses Geld lukrative Anlagemöglichkeiten und versucht auf diese Weise, das Guthaben der Versicherten zu vergrößern.

Eine bestimmte jährliche Mindestrendite wird vertraglich garantiert, darüber hinaus haben die Kunden die Chance auf eine Überschussbeteiligung. Sie kann in jedem Jahr unterschiedlich hoch ausfallen – je nachdem, wie ertragreich die Investitionen der Gesellschaft in den letzten zwölf Monaten gewesen sind.

An der großen Nachfrage nach Lebensversicherungen hat auch die steuerliche Schlechterstellung neuer Verträge vor einigen Jahren nichts geändert. Und die Beiträge kann man im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen auch nach den beschlossenen Änderungen von der Steuer absetzen. Dabei gelten allerdings Höchstgrenzen. Kapitallebensversicherungen sind grundsätzlich ein Instrument des langfristigen Vermögensaufbaus.

Man sollte also schon beim Abschluss möglichst sicher sein, dass man die Beiträge über viele Jahre zahlen kann. Denn eine vorzeitige Kündigung vor dem Ende der Mindestlaufzeit von normalerweise zwölf Jahren bringt fast immer finanzielle Einbußen mit sich. Vertriebskosten wie Provisionen und andere Gebühren werden von den Versicherern aus dem Beitragsaufkommen der ersten Jahre finanziert. Wer schon nach zwei oder drei Jahren wieder kündigt, bekommt deshalb meistens weniger Geld wieder heraus als er eingezahlt hat. Wer aber diszipliniert nicht nur zwölf, sondern vielleicht sogar 20 oder 30 Jahre investiert, der kann sich am Ende über einen staatlichen Kapitalstock freuen, der die Haushaltskasse im Alter aufbessert.